Ein einzelner Drucker, der streikt, ist ärgerlich. Wenn plötzlich niemand im Büro mehr drucken kann, steckt meist ein zentraleres Problem dahinter als ein simpler Papierstau. Dieser Beitrag konzentriert sich auf genau diesen Fall: den netzwerkweiten Druckerausfall, nicht das einzelne Gerät mit Tintenproblem.
Erste Eingrenzung
- Betrifft es einen oder mehrere Drucker? Bei mehreren gleichzeitig betroffenen Geräten liegt die Ursache selten am Drucker selbst.
- Läuft ein zentraler Druckserver? Viele Büros leiten alle Druckaufträge über einen zentralen Server oder Server-Dienst, dessen Ausfall alle Arbeitsplätze gleichzeitig betrifft.
- Wann trat das Problem zuerst auf? Ein zeitlicher Zusammenhang mit einem Update oder einem Neustart liefert oft den entscheidenden Hinweis.
Die häufigsten Ursachen bei zentralen Druckerausfällen
- Druckerwarteschlange hängt: Ein einzelner fehlerhafter Druckauftrag kann die gesamte Warteschlange blockieren, sodass auch nachfolgende Aufträge nicht mehr verarbeitet werden.
- Druckserver-Dienst abgestürzt: Nach einem Windows-Update kann der zugrunde liegende Spooler-Dienst beendet worden sein, ohne automatisch neu zu starten.
- Netzwerkdrucker hat neue IP-Adresse erhalten: Ähnlich wie beim NAS kann sich die Adresse nach einem Router-Neustart ändern, wenn sie nicht fest zugewiesen ist.
- Treiberkonflikt nach einem Update: Ein automatisch aktualisierter Druckertreiber ist manchmal nicht mit der vorhandenen Konfiguration kompatibel.
- Voller Speicher am Drucker selbst: Größere Druckaufträge können den internen Speicher mancher Geräte überlasten und das System blockieren.
Sofortmaßnahmen
- Druckerwarteschlange leeren und alle hängenden Aufträge entfernen.
- Den Drucker- beziehungsweise Spooler-Dienst auf dem Server einmal neu starten.
- Ein einzelnes Testdokument von einem Arbeitsplatz aus drucken, um zu prüfen, ob das Problem weiterhin besteht.
Wartungsverträge als unterschätzte Absicherung
Bei zentral genutzten Bürodruckern lohnt sich häufig ein Blick auf den bestehenden Wartungsvertrag, sofern einer existiert. Viele Verträge decken zwar den Austausch von Verschleißteilen ab, nicht aber die softwareseitige Betreuung des Druckservers, genau der Bereich, in dem die meisten netzwerkweiten Ausfälle tatsächlich entstehen. Diese Lücke zwischen Hardware-Wartung und Software-Betreuung ist einer der häufigsten Gründe, warum ein an sich gut gewarteter Drucker trotzdem regelmäßig für Unternehmensausfälle sorgt.
Wie IT-Notruf-Saar unterstützt
IT-Notruf-Saar behebt zentrale Druckerausfälle per Fernwartung oder vor Ort und sorgt im Rahmen des IT-Schutzbriefs dafür, dass Druckserver und Netzwerkkonfiguration sauber dokumentiert sind, statt bei jedem Ausfall neu rekonstruiert werden zu müssen.
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