Teams lässt sich nicht öffnen, SharePoint lädt nicht, Word Online zeigt eine Fehlermeldung: Bei Microsoft 365 ist die erste und wichtigste Frage immer dieselbe. Liegt die Störung bei Microsoft selbst, oder liegt sie im eigenen Netzwerk beziehungsweise am eigenen Konto? Die Antwort entscheidet, ob Sie abwarten können oder selbst tätig werden sollten.
Schritt 1: Den offiziellen Status prüfen
Microsoft veröffentlicht den aktuellen Betriebsstatus aller 365-Dienste öffentlich einsehbar. Zeigt die Statusseite eine laufende Störung für den betroffenen Dienst, hilft in aller Regel nur Abwarten, jeder lokale Reparaturversuch läuft dann ins Leere.
Schritt 2: Betrifft es einen Nutzer oder alle?
- Nur ein Arbeitsplatz betroffen: Deutet auf ein lokales Problem hin, etwa Anmeldedaten, Cache oder eine fehlerhafte Konfiguration am Gerät.
- Mehrere, aber nicht alle Nutzer betroffen: Kann auf eine Lizenzfrage, eine geänderte Zugriffsrichtlinie oder eine bestimmte Nutzergruppe hindeuten.
- Das ganze Unternehmen betroffen: Spricht eher für ein Netzwerk-, DNS- oder Tenant-weites Problem, oder tatsächlich für eine Microsoft-Störung.
Häufige Ursachen im eigenen Netzwerk
- Conditional-Access-Richtlinien: Wenn sich das Gerät, der Standort oder das Netzwerk ändert, kann eine Sicherheitsrichtlinie den Zugriff automatisch blockieren.
- Abgelaufene oder falsch zugewiesene Lizenzen: Ein Lizenzwechsel, der nicht sauber durchgeführt wurde, entzieht einzelnen Nutzern den Zugriff auf bestimmte Dienste.
- DNS- oder Proxy-Probleme: Eine fehlerhafte lokale Netzwerkkonfiguration kann den Zugriff auf Microsoft-Server verhindern, obwohl das allgemeine Internet noch funktioniert.
- Abgelaufenes Kennwort oder blockiertes Konto: Nach mehreren Fehlanmeldungen sperrt Microsoft ein Konto automatisch vorübergehend.
Was Sie selbst prüfen können
- Anmeldung über einen Browser im privaten Modus testen, um lokale Zwischenspeicher als Ursache auszuschließen.
- Ein zweites Gerät im selben Netzwerk testen, um zwischen Geräte- und Netzwerkproblem zu unterscheiden.
- Falls verfügbar, den Zugriff über eine mobile Datenverbindung statt des Firmennetzwerks testen.
Die Rolle des Administrators
In kleinen Unternehmen gibt es selten eine eigene IT-Abteilung, aber fast immer eine Person, die als Microsoft-365-Administrator eingetragen ist, oft ohne dass diese Rolle bewusst wahrgenommen wird. Genau dieses Konto hat Zugriff auf das Admin-Center, in dem sich der tatsächliche Dienststatus für den eigenen Tenant, aktive Lizenzen und Sicherheitsrichtlinien einsehen lassen, deutlich detaillierter als über die öffentliche Statusseite.
Ist unklar, wer in Ihrem Unternehmen diese Administratorrolle innehat, ist das selbst schon ein Hinweis darauf, dass die Microsoft-365-Umgebung nicht aktiv betreut wird. Das rächt sich meist genau dann, wenn ein Störungsfall schnelle Antworten verlangt.
Wie IT-Notruf-Saar unterstützt
Bei Microsoft-365-Störungen hilft IT-Notruf-Saar, schnell zwischen Microsoft-seitiger Störung, Lizenzproblem und lokalem Netzwerkfehler zu unterscheiden, damit keine Zeit mit dem falschen Ansatz verloren geht. Im Rahmen des IT-Schutzbriefs gehört die Kontrolle von Lizenzen und Zugriffsrichtlinien zum laufenden Leistungsumfang.
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